Von Dänemark zum Gartenteich

2020 ist schon ein verflixtes Jahr. Nachdem uns Corona unser Pfingstlager zerschossen hat, richten sich die Blicke erwartungsvoll auf die geplante Sommerausfahrt. Ziel: das dänische Middelfart mit seinen üppig bewachsenen Steilwänden. Kurz vorher kam dann die Hiobsbotschaft – trotz Buchung und Anzahlung dürfen wir nicht für ein Wochenende einreisen.

Aber es wäre doch gelacht, wenn wir nicht zum Tauchen kämen. Dachten wir. Und so steht kurzerhand ein Plan B. Der Brandenburger Werbellinsee zählt mit seinen zahlreichen Kaffenkahn-Wracks zu den Highlights in Deutschland. Kurzfristig stellen uns die zuständigen Archäologen ein Programm auf die Beine. Doch die ansässige Herberge ist ausgebucht. Wir müssen erneut absagen.

Was nun? Die Aquanauten geben nicht auf. Dann machen wir eben ein Doppelevent. Freitag am Oortkaten-See Tauchen – Grillen – Nachttauchen. Und Sonntag einen Tagesausflug an den Schweriner See. Freitag trudeln ab 17.00 Uhr die ersten Nachrichten vom Otti ein: alles hoffnungslos überlaufen, weit und breit keine Parkplätze in Sicht. Bei 32° C kein Wunder. Viele kehren noch auf dem Absatz um. Ich biete alternativ den Großensee an. Als Anwohner habe ich direkten Seezugang und ausreichend Parkmöglichkeiten. Bei den meisten ist die Luft aber raus. Doch Roland tritt noch mal das Gaspedal durch. Wir machen einen schönen Tauchgang und schmeißen danach den Grill an. Aus zwölf Teilnehmern wurden zwei – aber es war trotzdem schön.

Am Sonntag trifft sich der unerschrockene Kern aus drei Aquanauten am Schweriner See. Nach einer ausgedehnten Runde durch den Wrack-Parcours gehen Roland, Nele und Elmar an Bord von Kosies neuem Boot. Vor Görslow fallen wir ins Nass. Ein alter Unterwasser-Parcours, Hechte und Aale sind der Lohn – ebenso wie zwischenzeitlich glasklare Sichtverhältnisse. Zurück an der Basis rödeln wir ein drittes Mal auf. Unter der Plattform sitzen kapitale Barsche und in den Tannenbäumen schlängeln sich mehrere armdicke Aale.

Mit dem glücklichen Gefühl aus dieser „Sommerausfahrt“ doch noch das Beste gemacht zu haben, treten wir schließlich den Heimweg an …

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