Eckernförde – WTD 71

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Adresse
Berliner Straße 6
Eckernförde
Schleswig-Holstein

24340
Deutschland


Seit Jahren geht der ATH an den Trümmern der gesprengten Torpedoversuchsanstalt Surendorf tauchen. Die Starteinrichtung befindet sich unmittelbar vor der Stadtgrenze Eckernförde. Kommt man von Hamburg, biegt man kurz vor dem Zentrum rechts ab auf die B 76 Richtung Kiel und dann sieht man schon bald links die „Wehrtechnische Dienststelle der Bundeswehr”, kurz „WTD 71”.

Von hier wurden und werden Versuchstorpedos in die Eckernförder Bucht geschossen – um in Surendorf aufgefangen zu werden. Der alte Steg wurde ebenso wie sein Pendant nach dem Krieg gesprengt. Ein großer Parkplatz bietet – vor allem außerhalb der Saison – einen optimalen Anlaufpunkt. Von hier geht es ca. 100 m über den Strand bis zu einem Zaun – dem Sperrgebiet. Rechts der neuen Anlage markieren vier Untiefentonnen das Areal. Wir peilen die Mitte an und hüpfen in die Ostsee.

Es geht über eine kleine Seegraswiese, da tun sich schon die ersten Ausläufer vor uns auf. In den Grund gerammte Anlegepoller und bewachsene Stahl-Beton-Konstruktionen weisen uns den Weg. Dann liegt der Steg auch schon links neben uns. Viel ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Es handelt sich vielmehr um einen mit Algen bewachsenen Steinhaufen. Doch plötzlich ragt eine Art Turm in das zwielichtige Wasser. Rechtwinklig angeordnete Fundamente flankieren den Trümmerberg. Weiter vorn finden wir weitere abgesprengte Stahl-Beton-Teile, die mit schönen Anemonen bewachsen sind. Wir befinden uns auf etwa 9 m und kehren zum Hauptareal um. Hier stoßen wir bald auf die Plattform, die sich gespenstisch vor dem grün-gelben Ostseewasser abzeichnet. Die Oberfläche sieht einladend aus – ist aber mit 1,3 m Tiefe ein schwieriges Trocki-Manöver. Auf dem Rückweg betrachten wir das Bauwerk von der rechten Seite und treffen noch auf eine Scholle.

Fazit: Die „WTD 71” ist quasi Surendorf in klein – die baulichen Parallelen erschließen sich schnell. Interessant ist es aber allemal, sich die Torpedotestanlage „im Ganzen” anzuschauen. In Punkto Marine gelten hier dieselben Regeln wie in Surendorf. Außerdem kann man den Tauchgang noch um einen Abstieg in die nahe Hafenmole ergänzen.